Konzept

Die Ausstellung besteht aus mehreren Containern, die die Lebensräume und Erfahrungen von Kindern aus verschiedenen europäischen Ländern während der Zeit des Zweiten Weltkrieges realistisch rekonstruieren. Die Besucher*innen betreten als Gäste das persönliche Umfeld dieser Kinder. Es ist ein Erlebnis mit vielen Sinnen: Objekte können betrachtet, angefasst und benutzt werden – Spielsachen, Plakate, Bücher in Regalen, Kleidungsstücke in Schränken, Fotos, eingerahmte Sinnsprüche, selbstgemalte Bilder, Schulranzen mit allen Utensilien etc. Aus dem Off sind die Stimmen der Kinder zu hören, die diese Zimmer bewohnen und persönlich von den eigenen Erlebnissen erzählen. Über einen Monitor wird Archivmaterial aus der Zeit des Zweiten Krieges eingeblendet, das anschaulich den historischen Kontext der Kindergeschichten verdeutlicht.

Die lebendige und intensive Beschäftigung mit den „Bewohner*innen“ der Räume fördert insbesondere beim jungen Publikum die Bereitschaft, sich selbst mit den historischen Figuren ins Verhältnis zu setzen: Was unterscheidet mein Kinderzimmer von dem Zimmer von Anton und Sandrine? Was verraten mir die Gegenstände in diesem Zimmer über die Lebensumstände dieser Kinder? Wie hätte ich mich damals gefühlt? Was hätte ich gedacht? Wie hätte ich mich verhalten?